| Volkszählung schließt erstmals Ausländer ein |
| 2010/05/12 |
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Ausländer wie auch Bewohner von Hongkong, Macao und Taiwan werden erstmals in die Volkszählung in China eingeschlossen. Die Volkszählung wird im November durchgeführt. Die letzte hatte vor zehn Jahren stattgefunden. Ausländer wie auch Bewohner von Hongkong, Macao und Taiwan werden erstmals in die Volkszählung in China ab dem 1. November eingeschlossen. Mit einer Probe-Volkszählung, die am Montag in zwei Wohngegenden Beijings begonnen worden ist, werden Informationen der Ausländer, wie Name, Alter, Nationalität, Gründe für das Leben China, Ausbildungsniveau, Beruf, Länge des Aufenthaltes und Wohnsitz, erfasst. Die letzte Volkszählung hat vor zehn Jahren stattgefunden. Bei der diesjährigen Volkszählung werden aus dem Grund der sozialen Veränderungen in China Ausländer mit einbezogen, so Beamte. "Immer mehr Ausländer kommen nach China, und das Land zeigt einen wachsenden Trend an Arbeitsmigration sowie Unterschiede in registrierten und tatsächlichen Wohnsitzen", so Xing Zhihong, Sprecher der leitenden Gruppe Beijings bei der sechsten nationalen Volkszählung. Um mögliche Pannen so gut es geht auszuschließen und eine reibungslose Volkszählung im November zu gewährleisten, wird seit Montag bis zum 15. Mai eine Probe-Volkszählung in zwei Wohngegenden Beijings durchgeführt. Im Seasons Park, einer gehobenen Wohngegend in Dongzhimen, gehen rund 20 Volkszähler und English sprechende Freiwillige in vier Gruppen von Tür zu Tür. Rund ein Drittel der 2.000 Haushalte in dem Wohnkomplex seien ausländische Bewohner, erklärt ein Beamter. Yang Wenyu, stellvertretender Direktor des Bezirksamtes Dongzhimen, der die Probe-Zählung im Seasons Park leitet, erklärt, die meisten der Ausländer, die die Tür öffneten, zeigten Verständnis und Kooperation. "Aber wir könnten Schwierigkeiten damit haben, Ausländer ausfindig zu machen, die mehr als einen Wohnsitz in verschiedenen Städten haben oder die lange arbeiten", so er. "Wir werden versuchen, alle von ihnen durch wiederholte Besuche zu erreichen." Nicht alle Ausländer sind bereit, die Fragen bei der Volkszählung zu beantworten. Einige zweifeln an der Notwendigkeit der Volkszählung. Ein iranischer Bewohner namens Fariba, der im Seasons Park wohnt, fragte: "Ich habe mich bereits bei der Polizeistation registriert. Warum muss ich das noch einmal machen?" Sprecher Xing Zhihong erklärt, im Vergleich zur Registrierung von Ausländern bei der Polizei ziele die Volkszählung auf mehr ab. "Die Ausländer könnten zunächst über Guangzhou einreisen, aber dann umziehen und in einer anderen Stadt leben und arbeiten. Die Volkszählung hat das Ziel, herauszufinden, wo sie eigentlich wohnen, aus welchem Grund sie nach China gekommen sind und was die grundsätzliche Situation ihres Lebens hier ist", so er. Die Sammlung der Informationen werde keine persönlichen Fragen involvieren, so er. Die Ausländer könnten sicher sein, dass ihre Informationen gesichert sind. "Alle Volkszähler haben Vereinbarungen über Vertraulichkeit unterschrieben. Wir werden außerdem Geräte für den Datenprozess verwenden, um einen Verlust von Informationen zu vermeiden", so Xing. Wegen der schnell wachsenden Wirtschaft zieht China immer mehr Menschen von außerhalb des chinesischen Festlands zu Investitionen, zum Arbeiten oder zum Studieren in China an. Statistiken vom Bildungsministerium besagen, dass die Zahl an ausländischen Studenten in China vergangenes Jahr auf 240.000 gestiegen ist. Rund eine halbe Million Taiwanesen leben oder arbeiten ebenfalls derzeit auf dem chinesischen Festland, wie die Statistiken belegen. Quelle: China Daily |