| Chinesische Regierung: Gespräche mit Dalai Lama ist interne Angelegenheit |
| 2010/02/08 |
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China behält seine Haltung der Bereitschaft zu Gesprächen mit dem Dalai Lama bei, solange dieser nicht versucht, die "Unabhängigkeit" für Tibet zu erlangen. Die neuesten Gespräche zwischen Beamten der Zentralregierung und privaten Repräsentanten des Dalai Lama blieben jedoch weitgehend ohne Fortschritte. China behält seine Haltung der Bereitschaft zu Gesprächen mit dem Dalai Lama bei, solange er nicht versucht, die Unabhängigkeit für Tibet zu erlangen. Dies erklärte Zhu Weiqun, stellvertretender Leiter der Abteilung für Einheitsfront beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei (KP) Chinas, bei einer Pressekonferenz am Dienstag nach den neuesten Gesprächen zwischen Beamten der Zentralregierung und privaten Repräsentanten des Dalai Lama. Lodi Gyari und Kelsang Gyaltsen, private Gesandte des Dalai Lama, verließen Beijing am Montag nach den ersten Gesprächen zwischen den beiden Seiten nach 15 Monaten, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Zhu erklärte, das "wie immer" die Zentralregierung Ansichten in ihren neuesten Gesprächen mit der Dalai Lama-Seite "scharf getrennt" habe, womit er andeutete, dass keine substantiellen Fortschritte seit dem letzten Treffen gemacht wurden. Während der Gespräche hätten sich die privaten Repräsentanten des Dalai Lamas geweigert, "ein einziges Wort" über das Memorandum für Alle Tibeter zum Genuss Wahrer Autonomie verlauten zu lassen, und auch seien sie zu keinerlei Zugeständnissen bereit gewesen, so Zhu. Das Treffen sei aber nicht völlig fruchtlos gewesen, da die Zentralregierung Reisen für die Gesandten für einen Besuch der zentralchinesischen Provinz Hunan arrangiert habe, damit diese ein besseres Verständnis für die Politik der ethnischen Autonomie des Landes bekommen konnten. Er wiederholte, dass die Verbesserung der Beziehungen mit dem Dalai Lama eine interne Angelegenheit Chinas sei. Angesichts des möglichen Treffens zwischen dem US-Präsidenten Barack Obama und dem Dalai Lama drückte Zhu starken Widerspruch aus mit den Worten, ein solches Treffen würde "ernstlich die politische Grundlage der chinesisch-amerikanischen Beziehungen untergraben". Er fuhr fort, das diplomatische Verhältnis zwischen China und den USA sei eines der wichtigsten für beide Seiten. Zur Bekämpfung der derzeitigen Wirtschaftskrise sei die Entwicklung und Stärkung der Beziehungen unerlässlich. Details über die Konsequenzen, falls Obama den Dalai Lama empfange, wurden nicht bekannt gegeben. Bei den neuesten Gesprächen handelte es sich um die zehnten einer Reihe von Treffen zwischen den beiden Seiten seit 2002. Wang Dehua, Direktor des Instituts für Zentralasienwissenschaften am Shanghaier Internationalen Studienzentrum für Südasien, erklärte am Dienstag gegenüber Global Times, dass die wiederholten Treffen mit der Dalai Lama-Seite die Aufrichtigkeit der Zentralregierung bei der Behandlung der Angelegenheit demonstriere. Man habe jedoch nicht ausschließen können, dass die Dalai Lama-Seite die Gespräche dazu benutzt, die Zentralregierung für deren Ergebnislosigkeit verantwortlich zu machen, um mehr Sympathie und Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft zu gewinnen. Quelle: Global Times |