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Erklärung der chinesischen Botschaft in der Schweiz in bezug auf den Fall der "Tibet-Fahne" beim Seenachtfest in Rapperswil
2004/06/16

In den letzten Tagen haben manche Medien der Schweiz über den Fall der sogenannten “Tibet-Fahne” beim Seenachtfest in Rapperswil berichtet und das Verhalten des Konsulbeamten des chinesischen Generalkonsulats in Zürich attackiert. Aus den Berichten hat die chinesische Botschaft festgestellt, dass die Medien den Hergang dieses Falls nicht gut kennen, so dass man einige Punkte in den Berichten finden kann, die von den Tatsachen abweichen. Aus diesem Grunde gibt die chinesische Botschaft in der Schweiz folgende Erklärung bekannt:

Vom 8. bis 10. August wurde das Seenachtfest Rapperswil 2003 veranstaltet. 27 lokale Vereine haben jeweils einen Stand für ein bestimmtes Land und verkaufen Spezialitäten aus diesem Land, einschliesslich eines Standes für China. Dazu hat auch das chinesische Generalkonsulat in Zürich  notwendigen Beitrag geleistet. Am Mittag vom 8. August hat das Generalkonsulat bemerkt, dass das Programm von diesem Fest auch Tibet als ein “Land” bezeichnet und die sogenannte “Staatsflagge” von Tibet beinhaltet. Der Stand für Tibet befindet sich direkt neben dem für China. Unser Generalkonsulat hat das Organisationskommitee telefonisch kontaktiert und darauf hingewiesen, dass diese Handlung vom Organistionskommitee dem Standpunkt der schweizerischen Regierung in bezug auf die Tibet-Frage widerspricht. Das Generalkonsulat hat dabei auch den Wunsch ausgedrückt, dass das Organisationskommitee diesen Fehler korrigieren und notwendige Massnahmen treffen sollte, um das Erscheinen der “Tibet-Fahne” während dieses Fests zu vermeiden. Das Organisationskommitee hat später dem Generalkonsulat mitgeteilt, dass dieser Fall gelöst sei. Es werde während dieses Fests keine “Tibet-Fahne” gehissen. Aber der Fehler auf dem Festprogramm könne aus Zeitmangel nicht mehr korrigiert werden, das würde das Organisationskomitee in Zukunft beachten.

Am 10. August hat ein Konsul unseres Generalkonsulats zwei “Tibet-Fahnen” bei dem Stand für Tibet gesehen und den Beamten vom Organisationskommitee sofort informiert und gewünscht, sein Versprechen einzuhalten. Aber der Beamte lehnte es mehrmals unter einem Vorwand ab. Unter diesen Umständen sagte  unser Konsul vom Generalkonsulat, wenn das Versprechen nicht verwirklicht werden könnte, würden wir die chinesische Staatsflagge abmontieren. Dann hat der Beamte einen Mitarbeiter des Organisationskomitees vor Ort geschickt, und der Stand für Tibet hat die Fahnen abgemontiert. Der Stand für China aber zeigte dafür Unverständnis und montierte auch die chinesische Fahne ab. Um den Fall auf geeignete Weise zu lösen, hat unser Konsul nicht darauf bestanden, dass die chinesische Fahne wieder gehissen wird.

Es ist zweifellos bedauerlich, dass ein solcher politischer Fall während einer Veranstaltung des Kulturaustausches passiert ist. Es ist nicht schwer abzulesen, wer  diesen Fall absichtlich verursacht hat. Die “Tibet-Fahne”, nämlich die Fahne mit Schneelöwen ist die sogenannte “Staatsflagge der Exilregierung von Dalai Lama” und stellt ein Symbol der sogenannten “Unabhängigkeit” Tibets dar. Dass die  “Tibet-Fahne” neben der chinesischen Staatsfahne hängt und Tibet als ein Land bezeichnet wird, verletzt die Souveränität Chinas und widerspricht dem Standpunkt der schweizerischen Regierung, dass Tibet ein Teil des chinesischen Territoriums
ist. Darum hat unser Konsul  interveniert. Er hat als Konsul die Aufgabe der Verteidigung der Souveränität und territorialen Integrität des Landes wahrgenommen. Während des ganzen Vorgangs hat er nur das Organisationskomitee daran erinnert und ermahnt, sein Versprechen einzuhalten. Sein Verhalten entspricht seiner Eigenschaft als Konsul.

Es ist eine von der internationalen Gemeinschaft allgemein anerkannte Tatsache, dass Tibet seit jeher ein unabtrennbarer Bestandteil des chinesischen Territoriums ist. Die chinesische Regierung schätzt die Haltung der schweizerischen Regierung  sehr ein, an dem Standpunkt festzuhalten, dass Tibet ein Teil des chinesischen Territoriums ist. Angesichts der Tatsache, dass manche Medien und Bürger von der Schweiz wenig über die Geschichte und Gegenwart Tibets informiert sind, ist die chinesische Botschaft bereit, sich zu bemühen, Gedanken mit ihnen auszutauschen, damit man mehr über den tatsächlichen Entwicklungsstand in Tibet wissen kann. Es soll vermieden werden, dass die Tibet-Frage von manchen Leuten mit politischer Absicht benutzt wird, dass die zügige Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen China und der Schweiz gestört wird.





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